Wohin mit dem Müll?

Foto: ZKE, Grafik: Jürgen Schanz

Foto: ZKE, Grafik: Jürgen Schanz

Foto: ZKE, Grafik: Jürgen Schanz

Plakate und unsere Broschüre helfen beim Mülltrennen

Welcher Abfall wie und wo richtig entsorgt wird - das kann manchmal ganz schön kompliziert sein. Hilfestellung gibt die folgende Übersicht.

Gut erhaltene Dinge, die zu schade zum Wegwerfen sind, können übrigens in der ZBB Wertstatt Am Holzbrunnen abgegeben oder beim kostenlosen ZKE Tausch- und Verschenkmarkt online inseriert werden.

Wohin mit dem Müll?

  • Graues Restabfallgefäß am Haus

    Hier gehören zum Beispiel folgende Abfälle hinein:
    Kunststoffe und Metall ohne Grünen Punkt, Abgelöste Tapeten, Babywindeln, Fenster- und Spiegelglas, Gefüllte Staubsaugerbeutel, Gummi, Hygieneartikel, Klebebänder, Leder, Porzellan, Keramik, Spülschwämme und -tücher, Straßenkehricht, Teppichbodenreste, Zigarettenkippen

    Bitte hier keine Sonderabfälle wie z.B. Lackfarben einfüllen. Diese können Sie beim Ökomobil abgeben. Auch Wertstoffe gehören nicht in Ihr graues Restabfallgefäß.

    Feste und pastöse Medikamente (z.B. Pillen, Zäpfchen, Kapseln, Salben) können per Restmülltonne entsorgt werden. Sie werden ordnungsgemäß verbrannt. Dasselbe gilt für flüssige Medikamente (z.B. Tropfen, Säfte, Sprays). Diese können zusätzlich auch in haushaltsüblichen Mengen beim ZKE-Ökomobil abgegeben werden.

    Achtung! Medikamente zur Krebstherapie (Zytostatika) oder Chemikalien (z.B. zur Wunddesinfektion) dürfen nicht über den Restmüll entsorgt werden. Private Haushalte können Sie beim Ökomobil abgeben. Die gewerbliche Anlieferung ist nicht möglich.

  • Grüne Biotonne am Haus

    Hier gehören zum Beispiel folgende Abfälle hinein:
    Eierschalen, Gartenabfälle, Haushaltstücher, Kaffee- und Teerreste, Laub- und Heckenschnitt, Obst- und Gemüseabfälle, Papierküchentücher, Rasenschnitt, Schnitt- und Topfpflanzen, Speisereste (Fleischabfälle in diejenige Tonne geben, die als nächste geleert wird), Unkraut, Zitrusfrüchte. Gekochte Essensreste und feuchte Bioabfälle gut in mehrere Lagen Zeitungspapier einwickeln.

    Keine Knochen, rohes Fleisch, Tierabfälle und flüssige Abfälle in die Biotonne geben. Diese Abfälle gehören in die Restabfalltonne.

    Windeln und Kunststoffbeutel, auch kompostierbare, haben in der Biotonne nichts zu suchen!

  • Blaue Tonne für Papier am Haus

    Hier gehören zum Beispiel folgende Abfälle hinein:
    Zeitungen, Illustrierte, Prospekte, Kataloge, Schreibpapier, Verpackungen aus Papier und Karton.

  • Gelbe Tonne

    In die Gelbe Tonne gehören Verkaufsverpackungen hinein, zum Beispiel:

    • aus Metall: Konserven, Getränkedosen, Aludeckel, -folie.
    • aus Verbundstoffen: Getränkekartons, Saft- und Milchtüten, Kaffee-Vakuum-Verpackungen.
    • aus Kunststoff: Folien, Beutel, Tragetaschen, Joghurtbecher, Kunststoff-Einwegflaschen

    Nicht in die Gelbe Tonne dürfen: Kunststoffe und Metalle, die nicht von Verkaufsverpackungen stammen wie zum Beispiel Bratpfanne oder Plastikspielzeug. Metalle können Sie kostenlos in den ZKE-Wertstoffzentren entsorgen. Ebenso gehören Papier und Pappe in die Papiertonne an Ihrem Haus oder einen öffentlichen Sammelcontainer in Ihrer Nähe. Auch Glas muss über einen öffentlichen Sammelcontainer entsorgt werden. Aus Sicherheitsgründen dürfen keinesfalls Elektrogeräte, Akkus oder Batterien in die Gelbe Tonne. Sie können Brände verursachen und Menschenleben gefährden.

    Weitere Informationen der Dualen Systeme zur Entsorgung und dem Recycling von Verkaufsverpackungen gibt es unter https://www.muelltrennung-wirkt.de/

  • Öffentliche Papiercontainer

    In die Papiercontainer gehören zum Beispiel hinein:
    Zeitungen, Illustrierte, Prospekte, Kataloge, Schreibpapier, Verpackungen aus Papier u. Karton.

    Keine Tapeten, Hygienepapiere sowie beschichtete Papiere. Diese gehören in die Restabfalltonne.

  • Öffentliche Glascontainer

    In die Glascontainer gehören zum Beispiel hinein:
    Einwegflaschen mit oder ohne Verschluss. Hohl- und Trinkgläser. Buntglas, das nicht grün oder braun ist, immer in den Container für Grünglas geben.

    Kein Porzellan, Keramik, Fenster-oder Spiegelglas. Dies gehört in die graue Restabfalltonne.

    Weitere Infos zum Glasentsorgen: www.was-passt-ins-altglas.de.
     

  • Öffentliche Altkleidercontainer

    In allen Saarbrücker Stadtteilen können Sie noch tragfähige Altkleidung und Schuhe zu öffentlichen Sammelcontainern bringen. Altkleider werden auch in den ZKE-Wertstoffzentren Am Holzbrunnen 4 (St. Johann)  und Wiesenstraße 20 (Malstatt) sowie in der Wertstoffinsel Dudweiler, Schlachthofstraße 48a, kostenlos entgegen genommen.

    Außer tragfähiger Kleidung kann man z.B. auch folgendes entsorgen: Schuhe, Bettwäsche, Decken, Vorhänge, Federbetten, Tischdecken, Mützen, Hüte, Strickwaren. Alles sollte gut in Säcken oder Tüten verpackt sein, Schuhe paarweise gebündelt.

    Bitte geben Sie keine nassen und verschmutzten Textilien, keine Stoffreste und Schneidereiabfälle sowie keine Kissen ab.

  • Sperrmüll

    Einrichtungs- und Gebrauchsgegenstände aus privaten Haushalten, die wegen ihrer Größe nicht in die Mülltonne passen, wie zum Beispiel Möbel, Matratzen, Elektrogroßgeräte und so weiter.

    Einen Abholtermin können Sie online unter dem Menüpunkt "Service" erhalten oder telefonisch mit uns vereinbaren. Am vereinbarten Termin stellen Sie bis 6 Uhr den Sperrmüll an die Grundstücksgrenze. Elektrogroßgeräte, Metall, reines Holz und der übrige Sperrmüll werden am gleichen Tag aber separat abgefahren. Unter Download finden Sie eine Infoblatt zur Sperrmüllabfuhr zum ansehen und ausdrucken.

    Bauholz, Bauschutt oder Baustellenabfälle sind kein Sperrmüll. Bitte lassen Sie sich vom ZKE zu deren Entsorgung beraten (Tel. +49 681 905-7000). 

    Gut erhaltene Dinge, die zu schade zum Wegwerfen sind, können übrigens in der ZBB Wertstatt Am Holzbrunnen abgegeben oder beim kostenlosen ZKE Tausch- und Verschenkmarkt online inseriert werden.

Aufräumen mit "Müll-Gerüchten"

Rund um die Müllentsorgung kursieren viele falsche Gerüchte. Damit das nicht zu Irrtümern bei der Mülltrennung führt, beantwortet der ZKE häufig gestellte Fragen zum richtigen Umgang mit Abfällen. Eine praktische Hilfestellung, wohin welcher Abfall gehört, gibt außerdem die Müll-Sortierhilfe des ZKE unter www.zke-sb.de/sortierhilfe

  • Lohnt sich Mülltrennung überhaupt?

    Ja, sogar aus zweierlei Gründen. In Saarbrücken wird Restmüll gewogen. Viele Haushalte trennen deshalb Wertstoffe und Müll sorgfältig und sparen damit Entsorgungskosten. Wer den Abfall richtig trennt, sorgt außerdem dafür, dass Wertstoffe wie beispielsweise Glas und Papier recycelt werden. Das schont Ressourcen und ist ein wichtiger Beitrag zum Umweltschutz.

  • Wird Restmüll vor der Verbrennung noch einmal sortiert?

    Nein, Abfälle müssen bereits zu Hause richtig getrennt werden. In Saarbrücken fahren die Müllfahrzeuge den Restmüll direkt in die Abfallverwertungsanlage (AVA) Velsen des Entsorgungsverbands Saar (EVS). Dort wird dieser verbrannt.

  • Können nur Verpackungen mit dem Grünen Punkt wiederverwertet werden?

    Das stimmt nicht, denn der Grüne Punkt ist nur eines von insgesamt 10 sogenannten „Dualen Systemen,“ die sich um die Sammlung und das Recycling von Verkaufsverpackungen in Deutschland kümmern. In die Gelbe Tonne gehören deshalb gebrauchte Verkaufsverpackungen aller Art, auch wenn sie mit anderen Symbolen versehen sind.

  • Kommt alles aus Plastik in die Gelbe Tonne?

    Nein, dort gehören nur Verkaufsverpackungen wie beispielsweise Getränkekartons, Folien, Becher oder Schalen hinein. Kunststoffe, die keine Verkaufsverpackung sind, wie kaputtes Spielzeug oder Plastikeimer können in der Restmülltonne oder in den beiden Wertstoffzentren des ZKE entsorgt werden. Weitere Infos zur Entsorgung über die Gelbe Tonne gibt es unter www.zke-sb.de/gelbetonne

  • Müssen Verpackungen und Glasbehälter ausgespült werden?

    Ein Ausspülen von Verkaufsverpackungen wie zum Beispiel Joghurtbechern oder Marmeladengläsern vor der Entsorgung ist nicht notwendig und verbraucht unnötig Wasser. Es ist ausreichend, wenn diese „löffelrein“, also restentleert sind.

  • Gehören Taschentücher ins Altpapier?

    Nicht alles, was auf den ersten Blick wie Papier aussieht, gehört in die blaue Papiertonne oder in die Papiercontainer. Aus altem Papier kann nur neues hergestellt werden, wenn es möglichst sauber ist. Daher gehören benutzte Taschentücher und Küchenrolle oder stark verschmutzte Pizzakartons in den Restmüll.

  • Dürfen gekochte Speisen wirklich in den Biomüll?

    Gekochte Essensreste und feuchte Bioabfälle können, gut in Zeitungspapier eingewickelt, problemlos im Biomüll entsorgt werden. Reste von Fleisch- und Fischgerichten sollte man entweder in den Bio- oder Restmüll geben, abhängig davon, welche Tonne als nächstes geleert wird. Nicht in die Biotonne, sondern in den Restmüll, gehören dagegen Knochen, rohes Fleisch und Tierabfälle. Gleiches gilt für kompostierbare Kunststoffbeutel und Windeln. Flüssige Abfälle sollen ebenfalls in einer verschlossenen Flasche in der Restmülltonne entsorgt werden.

  • Glas wird im Müllwagen wieder zusammengeworfen – oder nicht?

    Verschiedenfarbiges Altglas wird im Entsorgungsfahrzeug nicht einfach zusammengekippt. Stattdessen wandert es in getrennte Kammern im Entsorgungsfahrzeug. Das Vorsortieren nach Farben (weiß, braun, grün) ist wichtig für das Recycling und reduziert den Fehlfarbenanteil. Weißglas darf beispielsweise bei der Wiedergewinnung nur 0,5 Prozent Grün- oder Braunanteile enthalten. Farben, die nicht zuzuordnen sind, (z. B. Blau) gehören übrigens immer zum Grünglas

  • Ist jede Art von gebrauchtem Glas Altglas?

    Nein, nur pfandfreie Verkaufsbehälter aus Glas dürfen in die Sammelcontainer, zum Beispiel Getränkeflaschen, Konserven- und Marmeladengläser oder Parfum-Flakons. Trinkgläser, Keramik, Porzellan, Vasen oder Glühbirnen dürfen auf keinen Fall hinein. Sie besitzen andere Materialeigenschaften als Glasverpackungen und stören den Recyclingvorgang.

  • Müssen Deckel von Gläsern separat entsorgt werden?

    Nicht unbedingt, denn Glasdeckel werden während des Recyclingprozesses herausgesiebt. Da eine getrennte Entsorgung jedoch den Recyclingprozess unterstützt und Energie einspart, spricht nichts dagegen, sie separat in der Gelben Tonne zu entsorgen.