Donnerstag, 2. Juni 2022

Gütekompost aus lokalem Grünschnitt: ZKE investiert in Modernisierung der Kompostieranlage Gersweiler

Der Zentrale Kommunale Entsorgungsbetrieb (ZKE) hat die Umbauarbeiten zur Modernisierung der städtischen Kompostieranlage im Friedhofsweg in Gersweiler abgeschlossen.

Kompostieranlage Gersweiler - Foto: ZKE

Kompostieranlage Gersweiler - Foto: ZKE

Kompostieranlage Gersweiler - Foto: ZKE

Dort stellt der städtische Eigenbetrieb aus Grünschnitt-Abfällen Gütekompost in Biolandqualität her, den Kundinnen und Kunden direkt vor Ort erwerben können.

4.500 Quadratmeter Fläche neu befestigt, neue Dienstgebäude und Beitrag zum Insektenschutz

Der ZKE hat eine rund 4.500 Quadratmeter große Fläche für die Anlieferung von Grünschnitt und die Herstellung von Kompost neu asphaltiert. Die Neubefestigung erfolgte aufgrund von Auflagen des Landesamtes für Umwelt- und Arbeitsschutz (LUA) zum Schutz des Grundwassers. Dazu baute der ZKE auch eine neue Anlage zur Entwässerung der Fläche. Zusätzlich hat der städtische Eigenbetrieb neue Sanitärräume für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie einen Lagercontainer für Arbeitsmaterialien errichtet.

Auch der Naturschutz wurde bei den Erneuerungsarbeiten bedacht. In Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Bildung und Beruf Saar gGmbH (ZBB) hat der ZKE die neu eingesäte Bienenwiese um eine Wildbienennisthilfe ergänzt und große Totholzstämme als Lebensraum für verschiedene Insekten und Kleinstlebewesen aufgestellt. Für den Bau der neuen Entwässerungsanlage hat der ZKE rund 400.000 Euro investiert. Die Neubefestigung der Flächen und die neuen Dienstgebäude haben rund 300.000 Euro gekostet.

Aus Grünschnitt wird in sechs Schritten hochwertiger Kompost

Die von Bürgerinnen und Bürgern angelieferten Grünschnittabfälle werden zunächst auf dem Annahmeplatz zwischengelagert. Danach wird das Grüngut gehäckselt und auf insgesamt sechs Geländeabschnitten zu Kompost umgewandelt. Zunächst wird es dazu auf der neu befestigten, sogenannten „Intensivrottefläche“ alle zwei bis drei Wochen einen Gang weiter umgesetzt. Dort befinden sich unter jedem Abschnitt automatisch gesteuerte Belüftungsschächte, die den Verrottungsprozess durch Sauerstoffzufuhr beschleunigen. Anschließend kommt das Grüngut auf eine „Nachrottefläche“ und wird dort, nachdem es seinen Reifegrad erreicht hat, nach etwa vier Monaten zum Bio-Gütekompost ausgesiebt.

Natürliche Bodenverbesserung

Wegen seiner vielfältigen Eigenschaften ist Kompost ein beliebtes Bodenverbesserungsmittel. In Beeten oder Pflanzkübeln beigemischt, dient Komposterde als natürlicher Dünger und fördert das Bodenleben. Der Boden wird außerdem aufgelockert und vor dem Austrocknen bewahrt. Für seinen Kompost verwendet der ZKE ausschließlich Grünschnittabfälle wie zum Beispiel Sträucher, Zweige oder Laub aus Saarbrücken. Biomüll kommt bei der Herstellung nicht zum Einsatz. Der Kompost trägt ein Gütesiegel, das jederzeit ein einwandfreies Qualitätsprodukt garantiert.

Kompost in ZKE-Einrichtungen erwerben oder bis vor die Haustür liefern lassen

Seinen Kompost bietet der ZKE in der Wertstoffinsel Dudweiler sowie in den beiden Saarbrücker Wertstoffzentren, Am Holzbrunnen 4 in St. Johann und in der Wiesenstraße 20 in Malstatt, in der Körnung 0/10 zum Verkauf an. Dieser Kompost eignet sich insbesondere als Mulch für Zier- oder Nutzgärten und als Beimischung für Stauden und Sommerblumen in Kübeln und Blumenkästen.

Selbstabholer können 50 Liter Komposterde zum Selbstabfüllen bereits für einen Euro erwerben. Größere Mengen oder Kompost auch in anderer Körnung gibt es in der Kompostieranlage Gersweiler. Ein neuer Lieferservice des ZKE bringt den Kompost innerhalb des Stadtgebiets Saarbrücken direkt bis vor die Haustür. Für 175 Euro sind rund 970 Liter frisch abgefüllter Kompost in einem robusten Sack zu erhalten.

Weitere Informationen zur Bestellung und zum Saarbrücker Biokompost finden Interessierte unter www.zke-sb.de/kompost.

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Ein Foto steht für redaktionelle Zwecke unter Angabe der Quelle „ZKE“ unter dem Link https://www.saarbruecken.de/rathaus/presse_und_online/artikeldetail/article-6298c5c0dd505 kostenfrei zur Verfügung.