Dienstag, 1. Dezember 2020

Bürgerinnen und Bürger müssen Eis und Schnee vor Anwesen räumen

Der Zentrale Kommunale Entsorgungsbetrieb (ZKE) weist darauf hin, dass Straßen und Gehwege frei von Eis und Schnee sein müssen. 

Schnee in Saarbrücken - ZKE

Schnee in Saarbrücken - ZKE

Schnee in Saarbrücken - ZKE

Die meisten Straßen und Gehwege in Saarbrücken unterliegen nicht der Winterdienstverpflichtung des ZKE. Bürgerinnen und Bürger sind verpflichtet, die Abschnitte vor ihren Grundstücken zu reinigen, um Unfälle und Stürze zu vermeiden. Falls akute Rutschgefahr besteht, ist es vorgeschrieben, mehrmals täglich zu räumen und zu streuen.

Räumen und Streuen – das ist zu beachten

Für die Reinigung sind grundsätzlich immer die Anlieger, also die Haus- beziehungsweise Grundstückseigentümerinnen und -eigentümer, verantwortlich. Diese müssen vor ihren Grundstücken Eis sofort und Schnee nach Ende des Schneefalls beseitigen. Bei Glätte müssen sogenannte abstumpfende Streumittel wie Sand oder Splitt verwendet werden. Nur bei Eisregen beziehungsweise an Steigungen oder ähnlichen Gefahrenstellen ist es erlaubt, Streusalz zu verwenden. Eigentümer können die Streupflicht auch auf ihre Mieter übertragen. Dies ist in der Hausordnung oder im Mietvertrag geregelt.

Auf Gehwegen und entlang von Häusern ohne Gehweg müssen Eigentümerinnen und Eigentümer einen mindestens ein Meter breiten Streifen schnee- und eisfrei halten. In Fußgängerzonen sind es zwei Meter breite Streifen.

Montags bis samstags sind Bürgerinnen und Bürger verpflichtet, über Nacht gefallenen Schnee bis 7 Uhr, an Sonn- und Feiertagen bis 9 Uhr zu räumen. Um Stürze und Unfälle zu vermeiden, müssen bis 20 Uhr die Wege immer dann gereinigt werden, wenn Rutschgefahr besteht. Das ist häufig mehrmals täglich der Fall.

Größere Schneemengen müssen so zur Seite geschoben werden, dass Fußgänger und Fahrzeuge nicht gefährdet oder behindert werden. Damit später das Tauwasser abfließen kann, müssen Hydranten und Gullys frei bleiben.

Prioritäten sind wichtig

Sobald Schnee und Eis Glätte auf den Straßen verursachen, ist schnelles und effektives Handeln bei jedem Einsatz gefragt. Die Fahrzeuge können allerdings nicht alle Straßen, für die der ZKE zuständig ist, gleichzeitig bedienen. Daher führt der ZKE in Saarbrücken einen „differenzierten Winterdienst“ durch. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter befreien zuerst die verkehrswichtigen und gleichzeitig durch den Wintereinbruch besonders gefährdeten Stellen und Straßen sowie die Zufahrten zu den Krankenhäusern und die Linien des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) vom Schnee. Zudem erfolgt ein kombinierter Winterdienst (manuell und maschinell) auf Fußgängerüberwegen, Treppen, Brücken, Verbindungswegen und an einigen Haltestellen des ÖPNV, für die der ZKE verantwortlich ist.

ZKE räumt wenig befahrene Straßen nur eingeschränkt

Wie in den vergangenen Jahren räumt beziehungsweise streut der ZKE weniger befahrene Straßen nur bei dringendem Bedarf oder in Ausnahmefällen. Erst wenn die wichtigsten Straßen frei sind, kann der ZKE, sofern noch Kapazitäten zur Verfügung stehen, die weniger befahrenen Routen räumen und gegebenenfalls mit Feuchtsalz abstreuen.

Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.zke-sb.de/winterdienst.