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Schutzmaßnahmen Starkregen

Mann mit Schirm auf Couch im Wasser -  Überflutung im Haus

Je hochwertiger der Ausbauzustand der von Überflutung bedrohten Räumlichkeiten ist und je höher der Wert der Dinge, die darin gelagert werden, desto stärkere Schutzmaßnahmen, wie z.B. Rückstausicherungen, sollten getroffen werden. So können Sie sich gegen Starkregen schützen:

Anpassung der Grundstücksgestaltung

  • Erhöhte Einfassungen z.B. Mauern, Wälle, Schwellen oder ähnliches als Zufluss-Sperren
  • Anpassung des Oberflächengefälles (Abflussrichtung weg von Gebäuden und Anlagen)
  • Abflussführung in risikoarme Grundstücksbereiche
  • Schaffung von gezielten Flutmulden bzw. -flächen
  • Beseitigung von Abflusshindernissen

Verringerung des oberflächlich abfließenden Regenwassers

  • Verzicht auf Flächenversiegelung durch Asphalt oder andere, abdichtende Beläge
  • Rückbau von versiegelten Flächen (Entsiegelung), damit Regenwasser versickern kann
  • Wasserdurchlässigen Befestigungsmaterialien den Vorzug geben
  • Dachbegrünung
  • Bepflanzung von Flächen zur Verminderung der Bodenerosion

Maßnahmen zum Gebäudeschutz

  • Abdichtung von Hofeinläufen
  • Abdeckung von Kellerschächten
  • Erhöhung von Lichtschachtoberkanten
  • Abdichtung der Gebäudeaußenwände / Dränung (Anlage von Entwässerungsleitungen)
  • Einbau von Barrieren und Sperren an Fenster- und Türöffnungen (mit automatischem Schließmechanismus möglich)
  • Einbau von druckwasserdichten Kellerfenstern und -türen (selbsttätig, teilautomatisch oder manuell schließend)
  • Wasserdichte Fenster- und Türklappen (Innen- und Außenmontage möglich)
  • Erhöhung von Hauseingängen durch Treppe oder Rampe, Errichten von Bodensenken, Bodenschwellen, Aufkantungen oder Barrieren vor dem Hauseingang
  • Schutztore oder -klappen im Bereich von Zufahrten ins Kellergeschoss / Garagen (aufschwimmend oder mit Antrieb)
  • Rückstauverschlüsse (DIN EN 13564), Abwasserhebeanlagen (DIN EN 12056) gemäß Rückstaubroschüre ZKE
  • Wasserdichte Auf- oder Einsatzelemente für Rohrleitungen (Metallplatten, Dichtkissen u. a.)
  • Kellerausbildung als weiße Wanne (wasserundurchlässige Außenwände und Bodenplatte) oder schwarze Wanne (im Boden und an den Außenwänden befindliche Abdichtung durch Bitumen- oder Kunststoffbahnen) zum Schutz vor Eintritt von Grundwasser oder aufstauendes Sickerwasser.

Weitere generelle Empfehlungen

  • Verwendung wasserresistenter bzw. wasserbeständiger Bau- und Ausbaumaterialien (z. B. Kalk, Zement, Steinzeug statt Gips, Textilien, Holz, Kork)
  • Verzicht auf hochwertige Einrichtungen und Wertgegenstände in gefährdeten Gebäudebereichen
  • Verzicht auf Lagerung von wichtigen, sensiblen, teuren oder durch Wasser gefährdenden Gegenständen in Kellerräumen
  • Verlegung zentraler Elektroinstallationen, Heizung und sonstiger schadensträchtiger Haustechnik in höhere Etagen bzw. ungefährdete Gebäudebereiche
  • Gezielte Sicherung von Gefahrgut und Heizöltanks

Individuelle Beratung

Der ZKE bietet eine individuelle Beratung zum Thema "Schutz gegen Starkregen". Im Rahmen der Beratung gibt es auch die Möglichkeit, Einblick in die Starkregengefahrenkarte des ZKE zu erhalten, um die individuelle Gefährdung des eigenen Hauses in Hinblick auf Überflutung beurteilen zu können. Die Ansprechpartner für die Beratung rund ums Thema Starkregen finden Sie auf der rechten Seite.